Liebfrauen

Erster Bauabschnitt der Kirchensanierung


Wer zurzeit durch einen der Hintereingänge in die Liebfrauenkirche kommt und nur flüchtig Richtung Altarraum schaut, könnte meinen, es sei alles wie immer. Ist es aber nicht. Ende Juli 2017 hat der erste Bauabschnitt der Kirchensanierung der Liebfrauenkirche begonnen. Und der Blick nach vorne ist nicht mehr der Blick in den Hochchor, sondern der Blick auf ein Kunstwerk. Die Frankfurter Fotografin Ulrike Klaiber hat das mehrfach überblendete und bewusst „leicht verzogene“ Bild vom ehemaligen Hochchor realisiert. Sie bringt damit zum Ausdruck: Was einmal war, ist nicht mehr – was kommen wird, ist noch nicht erkennbar. Hinter dem Foto, das exakt den Triumphbogen der Kirche ausfüllt, laufen momentan die Bauarbeiten der ersten Bauphase. Dazu einige aktuelle Infos:
 
Der erste Bauabschnitt dauert länger als gedacht
Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass der erste Bauabschnitt von Juli 2017 bis Advent 2017 dauern würde. Das stellt sich nun anders dar (wie so oft bei Bauvorhaben). Erst nachdem das Gerüst im Hochchor aufgebaut war, konnten größere technische Probleme bzgl. der Reinigung der Raumschale und des geplanten Neuanstrichs der Kirche festgestellt werden. Da für alle grundlegenden Entscheidungen das städtische Denkmalamt in Frankfurt sowie die Landesdenkmalbehörde in Wiesbaden eingeschaltet werden müssen, verzögern sich die Arbeiten des ersten Bauabschnitts bis mindestens Februar 2018.
 
Das Provisorium geht weiter
Ursprünglich waren wir auch davon ausgegangen, dass mit Beendigung des ersten Bauabschnitts, der Hochchor wieder geöffnet wird, bevor dann im Sommer 2018 der zweite Bauabschnitt beginnt. Aufgrund der Verzögerungen wurde beschlossen, das derzeitige Provisorium weiterzuführen, bis im Sommer 2018 die Liebfrauenkirche für ca. sieben bis acht Monate schließen wird, damit das Langhaus saniert werden kann.
 
Das bedeutet:
  • Die Staubwand mit dem Fotomotiv von Ulrike Klaiber bleibt bis Sommer 2018 erhalten.
  • Die Werktagsmessen von Montag bis Freitag um 10 Uhr verbleiben im Dom.
  • Die Werktagsmesse am Samstag um 10 Uhr verbleibt in der Liebfrauenkirche.
  • Laudes und Vesper beten die Brüder Kapuziner weiterhin in einem Gebetsraum des Klosters.
  • Die werktägliche Abendmesse von Montag bis Freitag verbleibt bei der Uhrzeit 18:30 Uhr.
  • Die Anbetungskapelle bleibt weiterhin geschlossen, da sie als Übergangssakristei genutzt werden muss.
  • Zur eucharistischen Anbetung laden wir weiterhin ein: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr in der Wahlkapelle des Doms sowie samstags von 7.30 bis 9.45 Uhr in der Liebfrauenkirche. Die Anbetungszeit endet jeweils mit dem sakramentalen Segen.
  • Der tägliche Rosenkranz von Montag bis Freitag im Anschluss an die 10-Uhr-Messfeier findet weiterhin in der Wahlkapelle des Doms statt, an Samstagen in der Liebfrauenkirche.
 
Ökumenisches Gebet am Mittag in der St. Katharinenkirche
Seit Juli sammeln wir sehr positive Erfahrungen mit dem ökumenischen Mittagsgebet um 12.30 Uhr in der St. Katharinenkirche. Daher wurde beschlossen, das Gebet am Mittag als ökumenische Einladung der beiden Stadtkirchen in St. Kathrinen zu belassen - auch über die Sanierungszeit der Liebfrauenkirche hinaus. Es ist nunmehr ein offizielles ökumenisches Angebot der evangelischen und katholischen Stadtkirche, verantwortet durch den evang. Stadtkirchenpfarrer Dr. Olaf Lewerenz und den kath. Kirchenrektor der Liebfrauenkirche Br. Christophorus Goedereis.
 
Adventsliedersingen
Das traditionelle allabendliche Adventsliedersingen zum Frankfurter Weihnachtsmarkt muss in diesem Jahr aufgrund der eingeschränkten Raumverhältnisse leider entfallen. Im Jahr 2018 wird es ebenfalls nicht stattfinden können, da die Liebfrauenkirche während des dann stattfindenden zweiten Bauabschnitts geschlossen sein wird.
 
Schließung der Liebfrauenkirche – Gottesdienstordnung während der Schließungszeit
Mit Beginn der zweiten Bauphase (Anfang Juli 2018) wird die Liebfrauenkirche für sieben bis acht Monate geschlossen. Wir hoffen, dass wir spätestens die Karwoche und das Osterfest 2019 wieder in der Kirche feiern können.
Die Gottesdienstordnung für die Schließungszeit wird momentan mit den zuständigen Hauptamtlichen und Gremien der Stadtkirche besprochen.
 
Neues Altarraumkonzept
Wie bereits vermeldet, wird der Altarraum der Liebfrauenkirche neu gestaltet. Am Künstlerwettbewerb nahmen teil:
  • Ariel Auslender/Florian Luttropp, LA Auslender/Luttropp - Agentur für Gestaltung GBR  (Darmstadt)
  • Prof. Ulrich Hahn, Hahn-Helten & Assoziierte Architekten GmbH (Aachen)
  • Hans Rams, Bildhauer, Niederbreitbach.
Eine endgültige Entscheidung für einen der Entwürfe trifft eine Jury am 12. Dezember 2017.
 
Finanzierung und Spenden
Als „Dotationskirche“ befindet sich die Liebfrauenkirche im Eigentum der Stadt Frankfurt am Main. Bauherrin der gesamten Maßnahme ist somit die Stadt - in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden, dem Bistum Limburg, der Dompfarrei St. Bartholomäus, dem Kapuzinerkloster sowie der Deutschen Kapuzinerprovinz.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 1,8 Mio. Euro. Die Kosten für die Sanierung trägt die Stadt Frankfurt am Main.
Auf den Kirchort Liebfrauen entfallen die Kosten für die Neugestaltung des Altarraums (Altar, Ambo, Kredenz, Sedilien) sowie für die „Einrichtungsgegenstände“ (Schriftenstände, Schaukästen, Infotafeln).
Sobald die Entscheidung über das neue Altarraumkonzept gefallen ist, wird der zu realisierende Entwurf veröffentlicht. Erst dann können wir eine gezielte Spendenaktion umsetzen. Sie können uns aber bereits jetzt unterstützen. Wir bedanken uns für Ihre finanzielle Hilfestellung und stellen auf Wunsch gerne eine amtliche Spendenquittung aus.
 
Spendenkonto:
Kapuzinerkloster
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01    Konto 48777
IBAN: DE14 5005 0201 0000 0487 77
BIC: HELADEF1822
Stichwort: „Kirchensanierung“
 
Darüber hinaus steht in der Kirche ein eigener Opferstock für die Kirchensanierung. Und selbstverständlich können auch Spenden in bar an der Klosterpforte abgegeben werden.
 
Broschüre Kirchensanierung
Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte der in der Kirche ausliegenden Info-Broschüre zur Kirchensanierung. Die Broschüre finden Sie: Hier als PDF

„Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut,“ heißt es in Psalm 127. In diesem Sinne wünschen wir allen an der Kirchensanierung Beteiligten sowie dem gesamten Projekt weiterhin Gottes Segen!
 
Br. Christophorus Goedereis, Rektor der Liebfrauenkirche

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