Liebfrauen

Liebfrauenkirche feierlich wiedereröffnet


Nach zweijähriger Bauzeit wurde am Sonntag die Liebfrauenkirche an der Frankfurter Hauptwache feierlich wiedereröffnet. Mehr als 2.000 Besucher nahmen an dem umfangreichen Programm teil. Höhepunkt des Tages war die Eucharistiefeier, in der der Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, den neuen Altar der Liebfrauenkirche weihte. In seiner Predigt zog Bätzing Vergleiche zu Paris: „Was Notre Dame für Paris, das ist Liebfrauen für die Frankfurter!“ und sprach von der historischen Bedeutung von Liebfrauen als Zutritt zur Stadt und Ort für jedermann. Für einen katholischen Gottesdienst eher unüblich, erntete Bätzing während seiner Predigt Applaus von einer vollen Kirche, die nicht alle gekommenen Besucher aufnehmen konnte.
Am Abend folgte ein buntes Fest in den Innenhöfen von Liebfrauen, ehe ein musikalisches Nachtgebet um 20 Uhr den Tag ausklingen ließ. 

Alter Orden sucht für Finanzierung neue Wege
Die Stadt Frankfurt als Eigentümerin der Kirche hat in die Sanierung rund 1,8 Millionen Euro investiert. Damit wurden die Taufkapelle neugestaltet, das historische Eingangsportal mit Glasdach zum Liebfrauenberg wieder hergerichtet, der Hochchor sowie der Eingangsbereich neu gestaltet, ein neues Lichtkonzept installiert sowie die gesamte Elektrik erneuert. Ein frischer Anstrich sorgt zudem für strahlende Helligkeit. Auch wurde der ursprüngliche Kreuzweg des Frankfurter Künstlers Ludwig Becker von 1959 wiederentdeckt und restauriert. Die Kosten für die Sanierung der zentralen liturgischen Dienste, wozu der Altarraum, der Beichtstuhl sowie die Schaukästen und Wegeleitsysteme gehören, tragen die Kapuziner selbst. Immerhin 100.000 Euro. Wer die Ausgaben der Ordensbrüder unterstützen möchte, kann dies über das Spendenportal Betterplace tun.

Zwangspause sinnvoll genutzt
Von den zwei Jahren Sanierungszeit musste die Kirche ein Jahr lang komplett schließen. Unter dem Motto „Mehr als du siehst“ sollte diese Schließung die Besucher für neue Erfahrungen während der Zwangspause öffnen. „Unter dieses Leitwort hat Bischof Georg den Prozess der Kirchenentwicklung im Bistum Limburg gestellt“, erläutert Br. Christophorus. „Wir waren uns bewusst, dass es während der Sanierung um mehr geht, als man mit bloßem Auge sehen kann. Es geht darum, neu hinzuschauen, neue Erfahrungen an neuen Orten zu sammeln und uns zu fragen, wohin der Geist Gottes uns führen wird, wenn die Liebfrauenkirche ihre Türen wieder öffnet“. So führten etwa die Ausweichgottesdienste in der evangelischen St. Katharinenkirche und in der evangelischen Dreikönigskirche dazu, sich intensiver mit neuen Gottesdienstformaten und der Ökumene auseinander zu setzen. Nicht zuletzt in Vorbereitung auf den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt.

Neue Gottesdienstordnung
Mit der Wiedereröffnung gilt eine neue Gottesdienstordnung an Sonntagen: Samstags wie immer 17 Uhr Vorabendmesse, nach der 8 Uhr Messe am Sonntag ist der nächste Gottesdienst um 11 Uhr. Abends sind Eucharistiefeiern um 17 Uhr und 20 Uhr. 


Impressionen von den Schritten der Sanierung in der Bauphase können Sie hier nachsehen:




 

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